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Ehrenamt im Jugendamt

Ehrenamt in der Kinder- und Jugendhilfe: Engagement mit großer gesellschaftlicher Bedeutung

Pflegeeltern als ehrenamtliche Familien – Ein Zuhause auf Zeit

Ein besonders verantwortungsvoller Bereich des Ehrenamts ist die Tätigkeit als Pflegeeltern. Pflegekinderdienste der Jugendämter oder freier Träger gewinnen, qualifizieren und begleiten Pflegefamilien. Trotz einer finanziellen Aufwandsentschädigung ist die Motivation der Pflegeeltern meist idealistisch: Sie bieten Kindern, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können, ein liebevolles, sicheres Umfeld. Ihr Beitrag ist von unschätzbarem gesellschaftlichem Wert.

Integration junger Geflüchteter durch ehrenamtliches Engagement

Im Kontext der Integration junger Geflüchteter, sowohl mit ihren Familien als auch als unbegleitete minderjährige Ausländer (umA), leisten Ehrenamtliche wertvolle Arbeit. Sie unterstützen in Bereichen wie Sprachförderung, Alltagsbewältigung oder als kulturelle Vermittler. Besonders effektiv ist die Unterstützung durch ehemalige umA, die aus eigener Erfahrung sprechen und so glaubwürdig und hilfreich agieren können.

Ehrenamt in der Kindertagesbetreuung

Auch in Kindertageseinrichtungen (Kitas) sind Ehrenamtliche aktiv. Sei es bei Vorlesestunden, Bastelaktionen oder Bewegungsangeboten. Kitas profitieren von der Unterstützung engagierter Freiwilliger, die von den Fachberatungen der Jugendämter begleitet werden.

Stärkung ehrenamtlicher Vormundschaften

Mit der Vormundschaftsreform 2023 wurde das Ehrenamt im Bereich der ehrenamtlichen Vormundschaft gestärkt. Die Reform zielt darauf ab, die Rechte von Kindern und Jugendlichen besser zu schützen und ehrenamtliche Vormünder fachlich zu unterstützen. Detaillierte Informationen und hilfreiche Materialien stehen über verschiedene Fachportale zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgenden Links: 

Frühe Hilfen: Unterstützung von Anfang an

Die Frühen Hilfen bieten Familien ab der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr des Kindes niedrigschwellige Unterstützung. Ehrenamtliche leisten hier einen wichtigen Beitrag, etwa durch Besucherangebote, Alltagshilfen oder Beratung. In NRW wird das Thema durch die Landeskoordinationsstelle Frühe Hilfen im MKJFGFI begleitet. Die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des ehrenamtlichen Engagements ist dabei ein zentrales Anliegen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link: 

Freiwilligendienste: Bufdis und FSJ in der Kinder- und Jugendhilfe

Neben klassischen Ehrenämtern sind auch Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) oder der Bundesfreiwilligendienst (BFD) eine wichtige Unterstützung der Kinder- und Jugendhilfe. Freiwillige unterstützen unter anderem in Wohngruppen, bei Freizeitangeboten oder in Bildungsprojekten.

Ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendhilfe – Eine starke Tradition

Das Ehrenamt hat in der Kinder- und Jugendhilfe eine lange und bedeutende Tradition. Ob in der Jugendverbandsarbeit, in Jugendzentren, bei Beteiligungsformaten wie Jugendparlamenten oder in anderen Projekten. Jugendliche und Erwachsene bringen sich auf vielfältige Weise ehrenamtlich ein. Dieses Engagement wird durch hauptamtliche Fachkräfte in kommunalen Einrichtungen sowie durch die Jugendämter unterstützt und begleitet.

Kinderschutz im Ehrenamt: Sicher engagiert

Ehrenamtliche übernehmen in Vereinen, Verbänden, Freizeitangeboten oder Projekten häufig Verantwortung für Kinder und Jugendliche. Damit dieses Engagement sicher und verlässlich gelingen kann, brauchen sie gute Rahmenbedingungen, klare Absprachen und Ansprechpersonen. Jugendämter unterstützen Vereine, Verbände und Initiativen dabei, den Schutz von Kindern und Jugendlichen mitzudenken – zum Beispiel durch Beratung zu Schutzkonzepten, zum Umgang mit Führungszeugnissen oder zu Fragen der Prävention. So wird ehrenamtliches Engagement gestärkt und zugleich ein sicherer Rahmen für Kinder und Jugendliche geschaffen.

Wie kann ich mich ehrenamtlich engagieren?

Die Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendhilfe unterscheiden sich von Kommune zu Kommune. Wer sich engagieren möchte, kann sich an das örtlich zuständige Jugendamt wenden. Über die untenstehende Jugendamtssuche finden Sie das passende Jugendamt für Ihren Wohnort und können dort nach konkreten Einsatzmöglichkeiten, Voraussetzungen und Ansprechpartnerinnen oder Ansprechpartnern fragen.