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Planen bei den Netzwerkern im Jugendamt

Kannst du gut planen und organisieren? Und arbeitest du gerne mit anderen? Planerinnen und Planer im Jugendamt haben den Auftrag, die Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen aller Kinder und Jugendlichen weiterzuentwickeln.

Dein Arbeitsfeld

Die Jugendhilfeplanerinnen und -planer entwickeln ein aufeinander abgestimmtes System von Jugendhilfeleistungen. Sie achten darauf, dass es ausreichend Angebote mit guter Qualität gibt, bei denen die Bedürfnisse und Wünsche von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern berücksichtigt werden. Sie arbeiten mit  Kolleginnen und Kollegen des Jugendamtes, mit Fachkräften freier Träger und Fachleuten aus anderen Berufsgruppen zusammen.

Ein Beispiel für solche Netzwerke sind die Frühen Hilfen für einen guten Start ins Familienleben. Gerade für die Kleinsten werden durch diese Arbeit die Unterstützung von Hebammen, Familienbildungsstätten, Kitas und Beratungsstellen zusammengeführt und junge Eltern über Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote informiert.

Dein Tag bei den Netzwerkern im Jugendamt

Einen Plan vom Planen haben

Ein typischer Tag bei den Planerinnen und Planern im Jugendamt? Netzwerken, kommunizieren, organisieren.

Morgens nimmst du als Erstes an einer Teambesprechung mit deinen Kolleginnen und Kollegen teil. Dann checkst du deine E-Mails und führst Telefonate. Bei einem Termin mit der Familienbildungsstätte prüft ihr gemeinsam anhand der Statistik der Besucherinnen und Besucher, ob mehr Vor-Ort-Angebote in den Kindertagesstätten tatsächlich dazu geführt haben, mehr Familien zu erreichen. Vor der Mittagspause aktualisierst du noch das Info-Material deines Jugendamts: Broschüren, Flyer und Online-Inhalte müssen auf den neuesten Stand gebracht werden.

Nachmittags steht ein Arbeitstreffen mit dem Babybesuchsdienst an. Hier erkundigst du dich nach den aktuellen Herausforderungen und planst, wie sich diese bewältigen lassen. Dann triffst du alle Vorbereitungen für das Netzwerktreffen mit den Institutionen deiner Stadt. Du moderierst das Treffen und sorgst dafür, dass die verschiedenen Akteure gemeinsame Ziele für die Angebote für Kinder, Jugendliche und Familie entwickeln.

Alternativer Bildtext

Was solltest du mitbringen?

  • Zusammenarbeiten können
  • Moderationstalent
  • Gekonnt organisieren
  • Gut planen können
     

​​In der Praxis findet man in den Jugendämtern der Städte und Landkreise häufig Fachkräfte mit einer sozialpädagogischen oder sozialwissenschaftlichen Grundqualifikation. Das gilt auch für Planerinnen und Planer - ist aber nicht zwingend notwendig: viele Kompetenzen können auch über Fortbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen erworben werden.

Wichtiger sind die persönlichen Fähigkeiten. Kommunikation ist der Dreh- und Angelpunkt in der Jugendhilfeplanung. Die Planungsfachkräfte müssen zwischen den Familien, den Trägern, der Politik und anderen Akteuren vermitteln, Diskussionen moderieren und Ergebnisse verhandeln. Planungsvorhaben verlaufen in der Praxis häufig in projektähnlichen Strukturen. Die Planungsfachkräfte müssen hierbei stets im Auge behalten, wer wann was mit wem zu tun hat und gekonnt steuern und organisieren. „Keine Planung ohne Beteiligung der Zielgruppe“ ist ein wesentlicher Grundsatz in der Jugendhilfeplanung. Die unterschiedlichen Formen und Methoden der Partizipation sollte die Planungsfachkraft kennen und sinnvoll einsetzen.

Einen Überblick über das Aufgabenprofil und die Kernkompetenzen einer guten Planungsfachkraft liefert die Arbeitshilfe „Kompetenzprofil Jugendhilfeplanung“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter.

Die Landesjugendämter bieten unterschiedliche Fortbildungen für Planungsfachkräfte an. Je nach Thema finden sich in den Fortbildungskatalogen der Landesjugendämter ein- oder mehrtägige Veranstaltungen, aber auch komplexe Kursreihen, die umfassend auf die Arbeit als Planungsfachkraft vorbereiten.

Großstädte haben in der Regel mehrere Fachkräfte in der Jugendhilfeplanung, während die Jugendämter der Städte und Landkreise oft nur eine einzelne Planungsfachkraft beschäftigen. Da die Vernetzung mit anderen Planungsfachkräften für die Praxis enorm wichtig ist, gibt es in den Bundesländern regelmäßige Arbeitskreise und Austauschformen - häufig organisiert durch die Landesjugendämter.

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